5.10.
- 2010
Underworld - Barking
Drei Jahre liegen zwischen dem aktuellen Album Barking und dem 2007 erschienen Oblivion with Bells. Ein sicherlich langer Zeitraum, doch die zeitlosen Genie-Werke von Karl Hyde und Rick Smith reduzieren die Wartezeit eines neuen Underworld Albums beinahe gegen Null.
von: Matthias Wellkamp, am 5.10.2010.
Pearl's Girl ist immer noch Crazy, Dirty Epik und Ski trösten weiterhin und Konfusion the waitress ist wahrlich das Beste was man sich während der nächtlichen Autofahrt anhören kann.
Doch zurück zu Barking. Es ist das erste Album von Underworld, dessen vorproduzierte Tracks anderen Künstlern zur Verfügung standen, um ihre Ideen und Interpretation einfliessen zu lassen.
So bildete sich ein Gemeinschaftswerk von insgesamt 9 Titeln, die ich einfach mal mit meiner persönlichen Kritik und Bewertung aufliste:
1. Bird 1 - Rick Smith und Dubfire
Eine klare Struktur im ersten Track ist immer ein guter Einstieg und reduziert die Spannung beim erstmaligen Hören eines Albums.

2. Always Loved a Film - Rick Smith mit Mark Knight und D. Ramirez
Im zweiten Track schon das erste Haar in der Suppe. Kitschig und für Massen gemacht.

3. Scribble - Rick Smith mit Lincoln Barrett und High Contrast
Anfänglich fand ich diesen Song ein Tick zu „parfümiert“. Es gibt eben Songs, an die muss man sich eben gewöhnen. Doch spätestens nach drei Anläufen hats gefunkt.Scribble ist für mich eine gut gemachte Glücks- und Euphorie-Pille. Übrigens gab es diesen Track vor erscheinen des aktuellen Albums auf underworldlive.com in einer kostenlosen 128 Bit Version.

4. Hamburg Hotel - Rick Smith mit Appleblim und Al Tourettes
Okay und gelungen.

5. Grace - Rick Smith und Dubfire
Eigentlich gut, allerdings fällt die stellenweise zu vernehmende „Zitterstimme“ unangenehm auf, die im neunten Track nicht mehr Ernst genommen werden kann.

6. Between Stars - Rick Smith mit Darren Price und Mark Knight & D. Ramirez
Okay und gelungen.

7. Diamond Jigsaw - Rick Smith und Paul van Dyk
Radiosenderkompatibel.

8. Moon in Water - Rick Smith mit Barrett und High Contrast
Einfach Wunderbar! Immer wieder gibt es auf den Alben von Underworld „Female-Vocals“, die neutral und beinahe künstlich erzeugt wirken. Wer etwas tiefer recherchieren möchte - im borndirty.org Forum wird fleissig gerätselt und versucht den anonymen Frauenstimmen einen Namen zu geben.

9. Louisiana - Rick Smith
Zweites Haar in der Suppe. Ein übertrieben trauriger Song mit einem für mich unerklärlichen „Zitterstimmn-Effekt“. Eventuell englischer Humor.

Meine Zusammenfassung und Kritik
Das Gemeinschaftswerk Barking besteht aus zwei massenkompatiblen Tracks wie Always Loved a Film und Diamond Jigsaw, die wahrscheinlich in keiner Playlist der langjährigen Fans von Underworld auftauchen werden. Aber zum Glück gibt es Tracks wie Bird 1, Hamburg Hotel und Moon in Water, die eine große Enttäuschung vermeiden und zudem das festigen was Underworld vor allen Dingen sind: intelligente elektronische Tanzmusik.
Mein Tipp: You do Scribble (Abbey Road Version)
Kein Gesang von Rick Smith, dafür schnell und anspruchsvoll.






